Metal Slug Anthology

| Titel: | Metal Slug Anthology |
| Medium: | nintendo Wii |
| Cast: | Atari |
| Genre: | Sidescrollshooter |
| Released am: | 30.03.2007 |
Spielhallen. Kennt das noch jemand Früher gab es solch himmlische Plätze noch. Dunkle Hallen mit Arcadevideospielmaschinen, die dir dein letztes Taschengeld abgenommen haben, weil du den “Credits 0″ Countdown, nach all deinen Mühen, nicht auf null runterzählen lassen wolltest. Ich war noch zu jung, um selbstbestimmen zu können wie oft und wie lange (sehr lange!) ich dort meine zeit verbringen wollte und durfte nur spielen bzw. reinkucken, wenn die Spielhallen in der Nähe von Shops in z.B. einer Einkaufspassage waren, wo meine Eltern einkauften, während ich in der Zwischenzeit, meist mit leeren Taschen, vor diesen großen Kisten des Paradieses rumlümmelte. Ich schaute mir dann immer wieder einfach nur die Endlos-Demos dieser damals technisch grossartig umgesetzten Spiele an und wünschte mir von Gott nur sehnlichst, zwei Hosentaschen voller 5-Mark Stücke.
Da sah ich ofmals auch eben dieses Spiel: Metal Slug. Ein spektakulärer Sidescrollshooter allererste Sahne. Und heute? Heute kann ich dieses Spiel auf meiner heimischen Wii zocken, ganz ohne Münzeinwurf und finanziellen Ruin. Das Beste dabei: in diesem Paket sind alle (!) Spiele der Metal Slug Reihe zusammengefasst. Träume werden wahr, kann ich dazu nur sagen.
Die Steuerung wurde auf die Wii angepasst und man hat unendlich Credits. Das heißt: Mann kann sich vom ersten bis zum letzten Teil ohne Unterbrechung durchmarschieren und alles in Grund und Boden ballern.
Das macht immer noch einen Höllenspass! Eine wirklich tolle Idee bzw. nettes Gimmik von den Machern, die sich somit wohl mit allen Spielern der Wii-Version, die damals ihr ganzes Hab und Gut in diese Münzfresser in den Hallen gesteckt haben, im Nachhinein versöhnen. Denn ganz ehrlich: So oft wie ich (eigentlich unentwegt) gestorben bin… wenn ich überlege, dass man damals eine Mark oder zwei nachwerfen musste, um weiterzuspielen… ich wäre früher vor lauter Frust noch in der Halle und während des Game Over Screens, komplett durchgedreht. So steige ich nach meinem virtuellen Ableben, an exakt gleicher Stelle wieder ein und kämpfe unermüdlich weiter.
Im Umkehrschluss heißt das: Das Spiel ist somit natürlich recht schnell durch. Was aber nicht schlimm ist, da man das Spiel mit abgeschaltetem Hirn immer wieder gerne und am besten mit einem Freund, auch noch nach ein paar Bier mehr, durchzocken mag. Zu detailverliebt sind die Levels und Gegner, das muss man sich einfach immer wieder anschauen.
Was sich mir aber bis heute noch nicht erschließt: Was mache ich mit den von mir befreiten Gefangenen, wenn sie in Siegerposen, aufgeregt nac ihrer Rettung, über den Screen vor und zurück rennen, um sie am Ende des Levels als “befreit” aufzulisten? Bei mir steht da immer null und im Booklet gibt es auch keine Infos dazu. Weiß da jemand Rat? Ich habe wirklich alles versucht.
Egal. Das Spiel bringt Erinnerungen an die gute alte Arcadezeit zurück und macht einfach nur Spaß.




[...] [...]