The Transatlantic Hearts Motel

Geschichten und Gedanken voll Sehnsucht nach Heimat.

Wolkenwärts

Meine Seele ist bei der einsamen Maschine Gott.
Mein Körper verweilt in der Hölle. Wird dort veredelt.
Mein Geist ergibt sich der Invasion. Ich, Apokalypse.
Mein Zunge schlägt wild nach der Sonne.

Und Jupiter kommt extatisch in meinem Mund.
Träume von ewiger Nacht, Raben, Eulen und Mord.
Speise ich Blutgedanken aus Rost fleischverklumpt.
Für Opium gebe ich die Herzen meiner Söhne her.

Zeitreisen zu abgestorbenen Räumen

Was wäre gewesen “wenn”,
sagte das verschlossengeglaubte, törichte Herz
und rannte schnell weiter
auf dem (schon asphaltierten) Lebensweg
ohne ein zweites Mal zu den Sirenen
zurückzublicken.

Du bist mein Nachmittagsgold

Ich sitze in der Sonne und bete für deine Rückkunft.
Ich vermisse dich so, Juliana.

Ich sitze Flugzeugabstürzen und lächle,
Ich schwebe in Autounfällen, verbrenne am lebendigen Leib.

Ich weiß, dass du zurückkommen wirst (du musst einfach).
Ich vermisse dich so Juliana.

Nichts kann diese Trauer schmälern,
meine Augen fixieren noch immer nur Horizont.

Ich vermisse dich so sehr, Juliana.

Behind Jimmy Warners Warehouse

Seltsamer Tag heute irgendwie.
Zu viel Sonne, viel zu hell hier.
Ich schaue den Fliegen hinterher,
sie scheinen verwirrt und müde.
Wie sich die anderen wohl fühlen
auf der anderen Strassenseite?
Es riecht nach Benzin und Rost.
Die Antwort ob man je die Zeit
mit Hilfe der Sonne anhalten kann,
beantwortet sich hiermit selbst.
Sommer im Nirgendwo, so still
meine Gedanken gleiten ab
von mir und schmelzen wege…

Es ist heiß. Leer. Windstill.

Zu Gast beim Ende der Zeit

Sitze allein im Schoß des Abends
Denke über meine Sünden nach
Wenn es Gott gibt, so hoffe ich
er mögen mir niemals verzeih’n

Übergebeugt am Rand der Klippen
Vor Gesichter, die mich vergessen
Erhebe bitter, dreckiges Glas
Trinke auf die, die schon gegangen

Warte auf Geister im Hinterhalt
Sollen Sie mich grausam stoßen
Werfen in tiefe Abgrundspalten
und niemand soll mir je verzeih’n

Diese Seele ist mitunter leer
Herz schlägt voll Schnecken
Augen milchig in Trauerschleier
beatmen mich des Todes Engel

Ich lebte dieses Leben mir gegeben
wollte das Beste draus zieh’n
Habe versagt, was hab ich erwartet
Und schieße mich in Dunkelheit

Tiefflüge über Paris

Es war einem Sonntag. Ich weiß heute noch nicht warum, aber irgendwas, irgendeine Stimme in mir sagte: “Es ist September, flieg nach Paris.” Also habe ich keine Koffer gepackt, mir ein Flugticket gebucht und bin zum Flughafen gefahren.

Auf seine innere Stimme sollte man immer hören. Also bin ich nach Paris geflogen.

Taxi Richtung Innenstadt und dann stand ich da. Ein verregneter Tag Mitte September und ich alleine in Paris.

Leider hatte mir die Stimme nicht mitgeteilt, wohin in Paris ich gehen sollte, also schlenderte ich einfach durch die Strassen. Hatte keinen Schirm dabei, denn ich liebe Regen und war irgendwann komplett durchnässt. Aber das machte mir nichts aus. Es war ja nur Regen und ich war ja nur nass. Kalt war es nicht.

Irgendwann stand ich direkt unter dem Eifelturm (ich glaube wirklich, wenn man mal in Paris ohne Ziel herumläuft, zieht es einen automatisch zu diesem Stahlkoloss, das ist einfach Gesetz) und schaute mich um. Ich studierte Gesichter, ich schaute Menschen hinterher, ich schaute immer wieder hoch zur Turmspitze. Hatte erst keine Lust stundenlang anzustehen, tat es dann aber doch, hatte ja sonst nichts zutun und fuhr hoch zur Spitze.

Dann wusste ich auf einmal warum meine innere Stimme mich hierher geführt hatte: Im ziemlich gleichen Augenblick, in dem ich oben angelangt und einfach nur überwältigt war, von diesem wundervollen Blick über die ganze Welt, brach die Dämmerung ein und färbte den violetten Himmel innerhalb kürzester Zeit in allumschliessendes Schwarz. Überall gingen nach und nach die Lichter an, bis die Stadt komplett erleuchtet war. Was für ein Spektakel! Schwer zu beschreiben, wie es sich anfühlt, wenn sich die Nach das letzte Bisschen hellen Himmel einverleibt, wenn es abends wird. Noch schwerer, wie es sich anfühlte, als ich da oben stand. Ich hatte die ganze Zeit über Gänsehaut und feuchte Augen. Es war elektrisierend.

Irgendwann bat man mich, wieder nach unten zu fahren (keine Ahnung wie lange ich da oben gestanden war) und ich lief (mit einigen Umwegen weil ich mich nicht in Paris auskenne) in Richtung Zentrum und dann Flughafen.

Leider musste ich dort noch ein wenig warten, bis man mir einen Flug zurück anbieten konnte, der auch noch richtig teuer war. Aber das war mir egal.

Ich hatte die Nacht getroffen. Wir sahen uns genau in die Augen, es war einfach nur …episch. Diesen Augenblick im Angesicht der Finsternis werde ich nie wieder vergessen. Das war unbeschreiblich und jetzt wo ich wieder darüber schreibe, überkommt mich eine Gänsehaut.

Jetzt bin ich wieder hier und wenn es Nacht wird, denke ich an Paris und daran, dass die Dunkelheit da oben halbwegs Notiz von Einem- dich hier unten aber überhaupt nicht wahrnimmt, wenn sie dich mit ihrer Nacht gleichgültig zudeckt.

Gottes letzter Zufluchtsort, war die Dunkelheit in meinem Herzen

Ich stehe auf dem Schulhof. Die vierte Stunde ist gerade vorbei, auf die fünfte Stunde hatte ich keine Lust. Es geht ein milder Aprilwind. Ich spüre ihn zart auf meinem Gesicht und schaue gedankenverloren in die Ferne.

“Das meinst du doch jetzt nicht ernst?” Eine Stimme reißt mich aus meinen Tagträumen. Ich drehe mich um und sehe einen schnieke-angezogenenen Jungen aus meiner Jahrgangsstuffe. Er schaut mich mit einer Mischung aus Ekel, Abscheu und Ratlosigkeit, vielleicht Mitleid an und nimmt einen gelangweilten Zug von seiner Zigarette.

Ich kann nicht gleich einordnen, was er meint und entgegene ihm nur ein stumpfes “Was denn?”

Was bildet sich der Wichser eigentlich ein, mich so seltsam anzusprechen. In meinen Worten schwingt genug Abneigung mit, um ihn irgendwie zu provozieren. Genervt tippt er auf mein T-Shirt: “Na das da du Trottel.”

Auf meinem schwarzen T-Shirt prangt in roter Coca-Cola Schrift “Enjoy Satan”. Na und.

Ich verstehe langsam. So jung und schon so ein Spießer. So ein Vollidiot, der wenn erwachsen zum Arschloch mutiert.

Ich weiß nicht, was ich ihm entgegen soll (Was bildet sich der Wichser eigentlich ein…) und nehme einfach meinen Blick in die Ferne wieder auf.

Selbst überrascht, wie kalt meine Worte manchmal klingen können, höre ich mich gelassen sagen: “Doch. Du gehst jetzt besser weiter. Und das ist mein Ernst”

Er schaut mich erstaunt an. Warum er so fassungslos ist, weiß ich heute noch nicht.

Dann drehe ich mich langsam zu ihm um, sammle mich und schaue ihn an. Langsam erkenne ich Angst in seinem Blick. Denn er scheint wohl zu sehen, was ich vor Augen habe. Wie ich aushole und ihm mit meiner Linken mit voller Wucht ins Gesicht schlage. Wie ich nicht aufhöre, mich an ihm festzubeissen und ihn ihn noch so lange trete, als er schon am Boden liegt, bis auch sein letztes Röcheln versiegt.

Der Wichser bleibt sprachlos und stolpert zur Tür, ist weg.

Ich bin erstaunt. Ich habe soviele Fragen. Wo kam das gerade her, und viel wichtiger: Wo bleibt der Sommer? Ich warte auf den Sommer. Ich weiß, dass er dieses Gespräch vielleicht verdrängen, aber so schnell nicht vergessen wird. Denn gerade durfte er – aus gutem Elternhaus und langweilig wie eine Kugel Scheissdreckeis – spüren, wie sich Leute anfühlen, die Monster ins sich tragen. Leute, deren Seele ein einziger Abgrund ist, den sie mit allem füllen, was sie betäubt.

Vielleicht geht der Wichser gleich wirklich Wichsen, denke ich mir. Ich muss grinsen. Aufgegeilt von dieser dämonischen Aura, die er sonst bei abgefuckten Drogenwrack-Figuren in Filmen wie “Fear and Loathing in Las Vegas” oder “Spun” auf DVD gesehen hat. Seit heute weiß er, solche Leute gibt es wirklich.

Ich lache trocken, will sagen: “This is bat-country”, doch meine Sinne vibrieren und Summen von jenen Substanzen, die ich vor der vierten Stunde zu mir genommen habe.

Ich schaue wieder in die Ferne und bin glücklich. Gleich wird mich Juliana hier abholen. Sie wird mich anschauen und sagen: “Du bist gut, denn du bist und warst immer treu zu dir selbst.” Sie wird ihre heilenden Hände auf mein Gesicht legen und ich werde meine müden Augen schliessen können, damit das Brennen endlich verschwindet.

Ich warte bis nach der sechsten Stunde. Ich weiß, sie wird kommen. Das in die Ferne schauen nervt mich nicht. Denn ich bin glücklich. Als sie nicht gekommen ist und der Hausmeister mich angeschnauzt hat, ich solle schauen, dass ich endlich nach Hause komme, trotte ich zur Bushaltestelle. Langsam spüre ich meinen Körper wieder. Ich bin unendlich müde. Und kein Wind geht.

Soll ich heimfahren, soll ich auf Juliana warten? Ich entscheide mich für das Letztere. Wenn es sein muss, warte ich für immer. Und wenn der Wichser wieder auftauchen sollte, werde ich ihn einfach töten. Erschrecken und Töten. Aber auch er taucht nicht auf. Hat wohl gerade Klavierunterricht der verwöhnte Mistkerl.

Ich bin glücklich. Auch wenn das nicht nur ich bin. Das macht nichts. Pursein ist in unserer Generation sowieso negativ. Denn dann merken wir, dass man uns allen keine Seelen mit auf den Weg gegeben hat. Deshalb ist das alles so schon richtig. Wir sind alle Monster, und nicht pur. Doch ich bin wahr. Und Gott, dass weiß ich, Gott wohnt in meinem Herzen.

Wenn ich irgendwann sterbe, so hoffe und bete ich, stirbt er mit mir.

Los Angeles – Teil 1

Unser Bus fährt durch die verlassene texanische Wüste in Richtung El Paso. Es ist mittlerweile wieder nachts, die Licht im Innenraum aus. Die, die noch nicht schlafen unterhalten sich nur leise. Hin und wieder schleicht jemand behutsam durch den Gang zur Toilette.

Ich starre aus dem Fenster. Den Walkman habe ich wieder weggepackt. Kaputtes Scheissteil spielt meine Paradise Lost Kassetten nur noch in einanhalbfacher Geschwindigkeit ab.

Habe den Kopf gegen die Scheibe gepresst. Schaue mir die an mir vorbeiziehende fremdartige Wüstenlandschaft an und summe in Gedanken Liedfragmente.

Wie lange bin ich schon wach? Es müssen mindestens hundert Jahre sein…

Anleitung zum Abschied vor der Ankunft

Sag “Aufwiedersehen” und schau ihr nicht in die Augen.
Flüster “Lebewohl” ohne ihn ein letztes Mal anzusehen.
Halte deine Tränen zurück, egal wie weh es gerade tut.
Streif die fremde Aura von dir ab und sprich mir nach:

“Gehe deine Wege. Bleib niemals stehen.
Bezwinge jeden Sturm. Kämpfe für das Gute.
Wisse immer wer du bist und bleib du selbst.
Verrate dich niemals, verkaufe dich nicht.
Höre wirklich immer nur auf dein Herz.”

Und wenn du einige Schritte gegangen bist
und weit genug entfernt um nicht umarmt zu werden
und gerade noch nah genug, um gehört zu werden,
drehe dich nochmal um und rufe laut:

“Ich werde immer an dich glauben.
Ich werde immer bei dir sein.
Wir werden uns irgendwann wiedersehen.
In allen Gottes Farben.
Das verspreche ich dir.”

Steig in dein Auto und fahr einfach weg,
lauf so schnell du kannst – egal wohin.
Nimm den nächsten Zug nach Unbekannt.
Flieg weg, sag niemandem Bescheid.

Wenn du alleine weit weg angekommen bist,
dein Gegenüber immer noch vor deinen Augen schwebt,
du nur noch dein leeres, gebrochenes Herz spürst
und der Schmerz kaum mehr auszuhalten ist:

Schau langsam hoch zum Himmel.
Psst! Sei ganz leise, halte ein in Stille.
Schließe deine Augen, atme ruhig…
Und sag noch einmal “Ich liebe dich”.

Über Ozeane, fast bei dir

Als ich die Augen wieder aufmache tut es schon nicht mehr weh. Ich liege auf dem Rücken. Das gleißende Licht schmerzt. So hell um mich herum hier. Der Himmel zieht schnell an mir vorbei. Ich dachte ich sehe Wolken, doch das ist kein Himmel. Ist das Beton? Wo bin ich? Ich werde geschoben. Es muss ein Krankenhaus sein. Ich kann meinen Kopf nicht bewegen. Erst jetzt merke ich, dass ich in eine Maske atme. Ich muss auf einer Trage liegen. Man schiebt mich durch Krankenhausgänge. Das muss es sein. Langsam kommt mein Gehör zurück. In der Ferne höre ich aufgeregte Stimmen. Ich verstehe sie nicht. Krankenhausgang, ich auf Liege, Ärzte die mich schieben. Kann kaum denken, doch soviel bekomme ich mittlerweile zusammen. Ich kann meinen Körper nicht spüren. Nur das Silberrauschen auf meiner Zunge und Druck hinter meinen kalten Augäpfeln. Ich bin froh, dass man mir hilft. Glaube ich.

Langsam fangen meine Gedanken an weh zu tun. Ich denke langsamer. Wir kommen an, hektisches Treiben um mich herum. Wird mein Körper getragen, irgendwas hat mich bewegt. Kurz schaut mich ein Gesicht an, schaut mir direkt in die Augen und drückt mir auf die Maske.

Ich verliere das Bewusstsein.

Oder erlange ich es zum ersten Mal in meinem Leben? Wer sagt mir ob ich überhaupt noch lebe. Und vorallem: Was zum Teufel ist wohl passiert? Wie komme ich hierher?

Ich liege in der Schwebe in purem Licht. Es ist überall. Es umgibt mich. Ich glaube ich muss lächeln. Es ist schön hier. Hier wird es mir gutgehen. Es fängt an mir zu gefallen. Egal wo dieses hier sein mag.

Ich kann wieder denken. Und meinen Körper bewegen. Ein seltsames Gefühl. So leer. Langsam richte ich mich auf. Schwebe aufrecht in diesem Meer aus Licht.

Plötzlich sehe ich jemanden aus der Ferne auf mich zugehen. Ich muss sie nicht sehen um zu wissen, wer es ist. Wieder muss ich lächeln und hauche:

“Juliana”

Ich weiß sie ist es. Und ich habe recht. Sie kommt langsam auf mich zu. Ich Schritte sind klein, ihre Bewegungen zerbrechlich.

“Juliana”

Sie legt den Kopf leicht schief und lächelt mich an.

“Ich wusste, dass du es bist. Du bist gekommen.”

Mehr kann ich nicht sagen, meine Stimme versagt. Sie sagt auch nichts. Schaut mich nur an. In diesen Augen könnte ich ertrinken, sie sind die einzige Ewigkeit für mich.

“Werde ich sterben?” Es ist kaum mehr als ein Flüstern.

Sie lächelt noch immer, zieht ihre Schultern leicht an und spricht endlich zu mir:

“Jetzt ist alles egal. Ich bin ja da.”

Hauptsache wir sind zusammen, denke ich mir und fange an zu schuchzen. Das Lichtermeer löst sich langsam auf. Ich traue mich gar nicht, nach unten zu schauen, will den Blick nicht von ihrem Gesicht abwenden. Wir schweben hoch oben über einer riesigen Stadt bei Nacht. So viele Lichter unter uns. Nur die Sterne über uns. Eine herrliche Sommernacht. Mir ist nicht kalt. Ich spüre nichts.

Ich weiß wo wir sind. Meine Geburtsstadt. Sie pulsiert und leuchtet unter uns. Es ist ein Wahnsinnsanblick. Ich verliere fast den Verstand. Da legt sie mir ihre Hand unter die Wange und kommt einen Schritt näher. Ihr Gesicht ist jetzt ganz nah an meinem, ich kann ihren Atem spüren. Alles wird gut ich weiß es.

Sie sagt nichts mehr. Wir schweben langsam nach unten. Ganz langsam. Sie hält mich noch immer. Ich schaue nach unten, ich schaue in ihre Augen, ich schaue wieder runter. Irgendwann erreichen wir die Strasse und setzen langsam auf. Ich kann es mir nicht erklären, aber so langsam spüre ich etwas, etwas Unangenehmes…

Ich schlucke, will endlich wieder was sagen, doch mir fehlt die Kraft. Sie senkt ihren Arm. Schaut mich an mit sanftem Blick und sagt (ich werde diese Worte niemals vergessen):

“Wir werden uns wiedersehen.”

Panik überkommt mich, ich weiß, das heisst wieder Abschied nehmen. Ich will schreien, ich will sie festhalten: “Geh nicht! Bitt geh nicht!” Doch ich bleibe stumm. Mit weit aufgerissenen Augen. Sie dreht sich um und verschwindet. Ich kann es nicht fassen – ich habe sie erneut verloren!

“Juliana!”

Vor mir, in Sekundenschnelle – ein so schnell auf mich zurasender Lichterkegel – ich kann es kaum verarbeiten…

TRIFFT ES MEINEN KÖRPER MIT VOLLER WUCHT.

Mein Körper wird nach hinten und in die Luft geschleudert. Es tut so weh. Das Blut schiesst von überall in mir ein. Meine Augen, mein Kopf, mein ganzer Körper – alles dreht sich, alles ist schwarz und rot und so kreischend schrill. Ich schlage hart auf den Boden auf. Unsagbare Schmerzen. Ich will atmen – geht nicht. Ich will aufstehen, etwas knackt. Ich will schreien vor Schmerzen und…

- Schwarzer süßer Schlaf, so tief und weich und unschuldig -

Als ich die Augen wieder aufmache tut es nicht mehr weh. Liege wohl auf dem Rücken. Das gleißende Licht schmerzt. Der Himmel zieht schnell an mir vorbei. Dachte ich sehe Wolken, doch das ist kein Himmel.