Al from Hell
Über das Projekt
Ich erinnere mich nicht mehr daran, wie jung ich damals war, als ich zum ersten Mal einen uralten, halbdefekten Camcorder (in der Größe eines Koffers) von einem Freund meines Vaters ausgeliehen bekam, aber noch ganz genau an diesen Gänsehaut-Moment selbst – der pure Wahnsinn! Ich fühlte mich geradezu berauscht wenn ich an all die kreativen Möglichkeiten dachte, die sich mir eröffneten und dich ich unbedingt alle ausprobieren wollte.
Wann immer ich mir von irgendjemanden eine Cam ausleihen durfte (natürlich konnte ich mir damals keine eigene Kamera leisten) begab ich mich umgehend und oftmals tagelang, auf Film(er)-Reisen.
Ich hatte kein Budget, kein weiteres Equipment oder gar einen Computer. Aber ich hatte meinen Kreativität, meine Umgebung und meinen Humor. So entstanden über die Jahre hinweg, einerseits experimentelle Drehs (aus ungewöhnlichen Perspektiven) von scheinbar langweiligen Orten (wohin sollte ich auch ohne Auto schon gehen?) und vorallem viele lustige Sketche, zu denen ich immer meinen gesamten Freundeskreis regelrecht zwang, mitzumachen.
Ich weiß noch genau, wie ich Alle mit meinem Perfektionismus nervte (“Ali, jetzt lass doch mal! Besser kriegen wir das mit unseren Mitteln halt nicht hin, Mensch.”) und wie oft ich Freunden meine Szenen, immer und immer wieder erklären musste, weil ich – ohne die Serie je gesehen zu haben – mit meinen Ideen einfach total “Twin Peaks” war. Viele groteske Geschichten konnte ich damals nicht umsetzen weil sich dann doch keiner bereit erklärte, bei meinem Unsinn mitzuspielen, doch zu Sketchen und lustigen Geschichten konnte ich die Meisten noch überreden. Deshalb, und weil ich selbst Komödien am Besten finde, sind viele Skits, Sketche und Witze entstanden, die man heute so auch im Abendprogramm von “Sat1″ und “Pro7″ sehen kann. Nur waren meine (damals schon, lange vor der Comedy-Welle im deutschen Fernsehen) lustig! Und das ohne Budget und von Kindern umgesetzt. Man stelle sich vor, was wir produziert hätten, hätten wir das gleiche TV-Budget gehabt!
Geschnitten habe ich meine Filme ganz dilettantisch mit zwei Videorekordern und “Mario Paint” (für die Intro- und Titelscreens. Wie gesagt, PC’s hatten wir damals noch keine) auf VHS. Das Meiste an Filmmaterial habe ich über die Jahre aufgehoben, nur eine Kassette voller wirklich guter Gags (meine letzte Sketch-VHS damals) hat mir ein Mitschüler damals leider mitgehenlassen (…finde ich heute noch schade!).
Irgendwann gab es dann PC’s und Digicams (ich hatte immer noch keine Eigene) und ich habe wiederum Cams von Freunden ausgeliehen und da man irgendwann zu alt ist für Sketche, einfach bei Treffen und Events draufgehalten. Zwar haben anwesende Freunde sich oftmals durch meine Kamerapräsenz gestört gefühlt, waren im Nachhinein aber froh um den witzig zusammengewürfelten Film. Außerdem setze ich bis heute, alles was eine Videofunktion hat (Handy, Fotokamera usw.) für kleine Momentaufnahmen des Alltags ein – ich kann einfach nicht anders. Und das Intro / Titel und Schnitt Level ist mit dem PC natürlich auch ein anderes, klar (dieses Level werde ich demnächst wiederum weiter anheben: ich bringe mir gerade Adobe After Effects bei).
Jetzt brauche ich endlich mal eine eigene Digicam (natürlich mit HD) und dann geht das Filmen in die nächste Runde, man darf also gespannt sein!
Über die Seite
Ich habe lange nach einer preiswerten Möglichkeit gesucht, meine VHS-Kassetten zu digitalisieren, denn leider hatte ich nie Geld übrig, um teures Equipment wie einen Konverter-Hub für den PC zu kaufen oder alles zu teuren Digitalisier-Dienstleistern zu schicken. Irgendwann habe ich dann ein Programm von “Magix” entdeckt, das auch einen kleinen “USB zu Videoanschluss” Konverter im Paket hatte und nur 30 Euro gekostet hat. Habe gleich zugeschlagen, ewig gebraucht einen Videorekorder aufzutreiben (die Dinger sind im DVD Player Zeitalter fast komplett vom Markt verschwunden) und es nach vielen Hard- und Software Schwierigkeiten, doch irgendwie geschafft, meine Videos zu digitalisieren.
Danach hat es nochmal eine halbe Ewigkeit gedauert einen Host mit viel Speicherplatz und Möglichkeiten zu finden (“YouTube” und “Vimeo” waren mir da noch zu wenig – das Rennen hat schließlich Blip.tv gemacht) und vorallem alles (ca. 250 Gigabyte) per Ftp mit meinem recht bescheidenen 3000er DSL Anschluß hochzuladen.
Doch schließlich habe ich es geschafft! Eine Seite, die sich farblich dunkelgrau ind dunkelgrau sehr zurückhält, damit die Videos voll zu Geltung kommen, erstellt und die Videos eingebettet. (Endlich) Fertig! Ein Traum (meine Videos gesammelt auf (m)einer Plattform den Massen präsentieren zu können) ist wahr geworden, auch wenn es mich viele schlaflose Nächte, Blut, Schweiß und Tränen gekostet hat. Und das Schönste an der Sache: Natürlich kann nun Jeder die Videos wie bei “YouTube” auch, durch einen Embed-Code, auf Foren und eigene Seite einbinden!
Fakten
Url: http://www.alfromhell.de
Status: Online
Coming soon: Aktuelle Filmprojekte wenn eigene HD-Cam.


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