Graveyard Mountain Home
Als man den großartigen Kevin Moore gefragt hat, warum er sein Album den seltsamen Titel “Graveyard Mountain Home” gegeben hat, meinte dieser nur – “…weil das ein gutklingender Titel ist”. Recht hat er. So einfach kann manchmal alles sein.
Ich möchte diesen Titel meinem ersten (persönlichen) Beitrag gleich aus mehreren Gründen widmen. Erstens: es ist wirklich ein verdammt gutklingener Titel! Zweitens: ich finde es – auch wenn das jetzt sehr weit hergeholt sein mag – eine schöne und passende Metapher für meine neue Heimat: Weinstadt im schönen Remstal mit seinen tollen Weinbergen und einer atemberaubenden Naturkulisse auf der einen Seite und dem dann doch wiederum sehr langweiligen weil ländlichem Flair. Drittens: Der Umzug hierher und das Sicheinleben war ein Riesen-Berg an Arbeit und Stress, der nach dieser Woche, dann wirklich ganz offziell hinter mir liegt und (endlich) abgeschlossen ist. Was war das für ein 3000er, den ich erklommen habe (Umzug, sich überall ab/anmelden, viel Papierkram, Judith ist Trauzeugin ihrer besten Freundin Sandra (und umgekehrt) – verrückte Hühner – und unsere Hochzeit, alles direkt hintereinander) – jetzt bin ich aber wieder runtergekraxelt und stehe am Fuß, schaue ungläubig hoch und doch – doch, ich klopfe mir an dieser Stelle mal selbst auf die Schulter. “Gut gemacht, Ali Reza. Es war der pure Stress. Haste aber gut hingekriegt.” Vorallem der Providerwechsel in Sachen Internet / Telefon war ein einziges Disaster! An dieser Stelle sei kurz eine Warnung ausgesprochen: Wenn ihr nach einem Internetanbieter sucht, ja Finger weg von Alice / Hansenet! Ihr erspart euch eine Menge Ärger. Na ja und die Telekom, ist und bleibt eben die Telekom (auch da, Finger weg! Tut euch das nich an!). 1und1 hat sich mir beim Abmelden auch nicht gerade von der besten Seite gezeigt. Werde ich allesamt als schlimmste Negativbeispiele weiterkommunizieren, das ham’ se jetzt davon.
Die Hochzeit selbst und die Flittwochen mit meiner Frau und Fee Judith waren einfach wundervoll und unvergesslich. Der pure Wahnsinn! Darauf möchte ich aber ein andermal in eigenen Blogposts eingehen.
Jetzt habe ich also alles was zu erledigen war, hinter mich gebracht, meine Homepage (aus einem recht spontanen Reflex) komplett erneuert, meine ganzen Internetgeschichten mal durchgeschaut und geordnet (eigene Seiten auf den neusten Stand gebracht und Accounts bei fremdgehosteten Seiten entweder geordnet oder mich dort ganz abgemeldet). Habe bald auch wieder (Kabel BW sei Dank!) Internet zuhause und seit bestimmt 2 Jahren, endlich wieder Luft zum Atmen. Ich kann es ehrlich gesagt selbst kaum glauben. Durch Probezeiten wg. Jobwechsel und Events und Highligths wie Umzug und Hochzeit, Nasenscheidewand operativ korrigieren, Hündchen zulegen, Freelance-Jobs zu Ende bringen, Zahnimplantat einsetzen lassen (Hei, das war auch ein toller Spass und gib bestimmt über ein halbes Jahr) und und und… hatte ich irgendwie immer gleichzeitig ungefähr 15 Tasks, die früher oder später (natürlich immer lieber früher) abgearbeitet werden mussten.
Jetzt bin ich so langsam in der Normalität angekommen und kann mal wieder erfahren wie es ist, nach der Arbeit heimzukommen, den Rucksack in die Ecke zu schmeissen und einfach mal nichts tun zu müssen, sondern auch mal einen Abend genießen zu können, an dem ich wirklich rein gar nichts machen brauche – und das ganz ohne schlechtes Gewissen.
Wobei… zwei Dinge muss ich noch zu Ende bringen: Mein Online-Portfolio (auf einer eigenen Seite) mit meinen Arbeiten erstellen und mein Buch endlich weiter- und fertigmachen.
Oh und ach ja – wenn ich dann doch mal wieder zeit habe, werde ich einfach mal wieder meinem alten Hobby nachgehen und etwas mehr und aufwändiger Filmen. Wollte mir eine Full-HD Cam kaufen, aber ich glaube, da warte ich lieber noch ein wenig, bis die Technik und die Soft- & Hardware ein wenig ausgereifter sind. Bis dahin filme ich in gewohnter Qualität mit der reaktivierten und doch recht guten Cam, die mir mein Schwiegervater geschenkt hat (Danke!), das kann ich dann auch mit meinem mittelprächtigen PC schneiden, ohne dass sich Premiere dauernd ohne Vorwarnung verabschiedet und brennen, ohne schauen zu müssen wie ich HDTV Material jetzt umkonvertieren muss (was schon schade genug ist), um es auf normalen DVDs und ohne Abstürze der (zur Zeit dann doch noch ein wenig mit HD Material überforderter) Brennsoftware auch gebrannt zu bekommen.
Hier zum Abschluss, ein kleiner Vorgeschmack – nichts Großes – einfach nur mit der ollen Videofunktion meiner Digitalkamera gedreht: Der Sommer, der keiner war. Eine einzige enttäuschende Klimawandelresultat-Katastrophe von einem verkrachten Sommer, mit heftigen Stürmen und viel zu viel Regen. Untermalt mit der Musik von Kevin Moore’s Projekt “Chroma Key” (Song: “Giving up”, Album: “Graveyard Mountain Home”). Tja, so schließt sich der Kreis meines Artikels, wa? So lobe ich mir das. Hey… ihr lest ja immer noch?! Schaut euch endlich das Video an, zackzack!
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