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Interview mit Magazin “Grrrks!°°” (3/2008)
Herr Bakhshandeh, wieso betreiben Sie so einen Kult um ihre Person? Denken Sie wirklich, Sie sind ein Star oder so?
Das ist eine leichte Frage: Wenn nicht ich zu meiner eigenen Person irgendwas betreiben sollte, wer dann? So lange ich nicht so bekannt bin, dass die Presse und eine eigene PR-Agentur das für mich übernehmen, bleibt es wohl an mir hängen. Jeder betreibt doch Eigenwerbung, nur ist das oftmals nicht so direkt. Da ich aber nun mal weiß wer ich bin und wohin ich will, weiß ich auch wie ich mich präsentieren möchte und gehe die Sache mittlerweile direkt an, wenn auch mit einem Augenzwinkern. Wer damit nicht klarkommt, kann getrost zur Hölle fahren. Auf sowas geb ich nichts mehr…
Sie geben sehr oft zu, dass Sie die Meinung ihrer Mitmenschen nicht interessiert, rächt sich das nicht irgendwann?
Das stimmt so nicht. Mich interessiert schon, was andere von mir denken. Ich bin sehr eitel und habe immer Panik, dass ich unvorteilhaft aussehen könnte. Aber ich weiß, worauf Sie hinaus wollen. Das Ding ist, ich habe früher immer sehr genau darauf geachtet was die Gesellschaft von mir möchte und versucht, es jedem Recht zu machen. Doch irgendwann merkt man einfach, dass durch solche Konventionen viel zu viel Energie sinnlos vergeudet wird. Seitdem mache ich, was mir gefällt und lebe somit freier. Das soll nicht heissen, dass ich mich nicht mehr um die Belange meiner Mitmenschen kümmere oder rücksichtslos bin, keineswegs. Ich lasse mich einfach nur nicht mehr in diese Schubladen stecken und verstelle mich nicht, um irgendwo hineinzupassen. Wenn ich als “Metal-Hörer” dann mal ne Zuckerpop-Scheibe höre, dann geht es mir am Arsch vorbei, ob ich damit noch in die Metaller-Schublade passe, verstehen Sie was ich meine? Das klingt jetzt alles sowieso selbstverständlich, doch Sie würden sich wundern, wenn Sie wüssten, wie viel Leute sich diktieren lassen, was sie tun und lassen sollen weil sie hier und nicht da hingehören. Auf sowas scheiße ich mittlerweile. Punktum.
Das kommt oftmals dann falsch rüber, weil ich dann diesbezüglich auch keine Spielchen mag. Ich sage meine Meinung und mag es, wenn man mir auch seine Meinung direkt kund tut und man sich nicht immer durch den Smalltalk und nur vorgegebene Höflichkeitsabhandlungen der Gesellschaft, miteinander verständigt.
Ich möchte für dieses Affentheater keine Energie mehr vergeuden. Ich sage da immer: “Life is too short for bullshit!” Ich respektiere meine Mitmenschen und bin immer offen für Kommunikation. Ich versuche immer mein Bestes zu geben und bin gerne höflich und nett. Ich akzeptiere andere Meinungen und halte mich auch nicht für etwas Besseres. Ich habe Spaß am “Mitmenschsein” und ich glaube dass merkt man mir auch an. Aber wenn mir jemand Bullshit auftischt, dann habe ich ganz schnell keine Lust mehr und verabschiede mich.
Welche Personen tischen ihnen denn Bullshit auf?
Sie zum Beispiel! Nein, mal im Ernst – wenn ich Menschen treffe, die nur von sich selbst erzählen und jeden Satz mit “Ich bin jemand der…” anfangen, dann bin ich ganz schnell wieder weg. Sowas kann ich auf den Tod nicht ausstehen, solche Egozentriker und Angeber. Die sind fast so schlimm wie Nazis. Aber die merken meist dann auch nicht, dass keiner mehr da ist, weil sie zu sehr auf sich selbst fixiert sind. Ausserdem hasse ich Oberflächlichkeit wie die Pest. Smalltalk ist ganz nett, aber manche Menschen können gar nichts anderes. Erschreckend und zu wenig Substanz für mich persönlich.
Man sagt Ihnen nach, Sie seien eine ganz schwierige Person, ist das wahr?
Das mag auf den ersten Blick so rüberkommen, aber eigentlich bin ich sehr umgänglich. Man muss nur ehrlich und sich selbst sein, mir gegenüber und alles ist gut. Ich glaube dieser Ruf verfolgt mich, weil ich einfach mehr will, mehr vom Leben und mehr erreichen. Das ist anstrengend, auch für meine Mitmenschen. Ausserdem bin ich wohl auch ein wenig exzentrisch und manchmal z.B. einfach nicht in der Stimmung für dieses blöde “Küsschen, Küsschen” und Umarmungszeremonien zum Abschied oder zur Begrüssung. Dieses dauernde “Angetatschtwerden” kann ich sowieso nicht ausstehen. Dann denkt sich wieder jeder: “Gott ist der Bakhshandeh aber eingebildet”.
Ausserdem werden Sie oft als “Diva” tituliert, ist da was dran? Hat man sie deshalb auch bei Ihrer letzten Band rausgeworfen?
Bei meiner letzten Band, also “Golem 101″ bin ich erstens selbst gegangen und zweitens auch aus anderen Gründen. Gut, ich gebe zu, ich bin schon eine Diva. Das macht einfach zu viel Spass! Irgendjemand muss diese Rolle ja übernehmen. Ich bin halt eitel und weiß, dass man alles immer noch besser machen und halt auch haben kann. Deshalb bin ich nie zufrieden und will es besser und nochmal und nochmal machen. Damit habe ich meine letzte Band ehrlich gesagt, bis an den Rand des Nervenzusammenbruchs getrieben, aber wissen Sie was? Das Endresultat war durch meine Divenhaftigkeit immer besser als bei den vorherigen Versuchen. Wenn man so eine verbissene Einstellung fährt, dann kann es natürlich auch zu Verstimmungen kommen, die nichts mit der Arbeit, sondern mit was komplett Anderem in diesem Moment, zu tun haben und die dann dazu führen, dass ich deswegen dann total ausflippe und Divenhaft wirke.
Es wird Ihnen ein Hang zur Dramatik vorgeworfen…
Na und? Ich mag großes Kino, tiefgehende Emotionen und manchmal auch das pure Drama. Das gehört zum Leben doch einfach dazu. Wenn ich meine Emotionen auf ein Minimum reduzieren soll um hier reinzupassen, dann will ich auch nicht Leben. Denn das Eine geht einfach nicht ohne das Andere. Zum Leben gehört eben die totale Bandbreite von Emotionen, auch von Drama, Theatralik und Humor, Leid und Verzweiflung und Liebe und… na ja – 100% Gefühl eben. Wer sowas nicht zulässt, ist auch nicht am Leben.
Man hört oft: “Wie hält das Ihre Freundin nur mit Ihnen aus?” Verraten Sie uns das mal bitte!
Ach fragen Sie sie das doch selbst! Sie tut es eben. Und daran kann man vielleicht sehen, dass ich gar nicht so bin, wie alle denken. Ich hab halt dieses Bad-Boy Image, will es aber vielleicht auch gar nicht verlieren, ich weiss nicht. Fakt ist, dass wir an meinem Geburtstag dieses Jahr mittlerweile 5 Jahre zusammen sind. So schlimm kann ich also gar nicht sein, oder? (lacht)
Sie sind Iraner, wollen Sie dahin mal zurückkehren?
Wieso? Sie wollen mich wohl loswerden? Aber um es klar zu sagen: Ich bin auf einer Reise, und die führt mich noch lange nicht wieder zurück an den Ursprung. Wenn ich am Ziel bin, hat sich der Kreis vielleicht schon von selbst geschlossen und ich bin wieder in meiner Heimat gelandet, man kann nie wissen. Aber so lange es dort so seltsam abgeht, habe ich eh keine große Lust zurückzukehren. Ich schaue nur nach Vorne, jetzt zurückzugehen, hieße einen Schritt zurück zu machen. Obwohl ich schon oftmals Heimweh habe. Hier habe ich ja niemanden, ein Großteil meiner Familie lebt ja noch dort.
Sind Sie glücklich?
Wow! Die elementarste aller Fragen?! Sie holen ja weit aus! Ja und Nein. Auf der einen Seite bin ich zu umtriebig und unruhig um mich mit der jeweiligen, aktuellen Situation einfach nur zufrieden zu geben. Auf der anderen Seite bin ich schon zufrieden, zum Beispiel mit meinem Job, weil ich ja mein Bestmöglichstes gebe um von einer Stufe zur Nächsten zu gelangen. Wenn mich nicht jede neue Leistung glücklich(er) machen würde, würde mir ja wohl jeglicher Antrieb zur Leistung fehlen. Da muss man auch einfach mal dankbar sein und sich immer wieder vor Augen führen, was man schon erreicht hat.
Was war das Schlimmste, dass Sie in Ihrem Leben erlebt haben?
So cheesy es jetzt vielleicht klingen mag, aber ich würde sagen, meine komplette Kindheit war eine Katastrophe. Aber lassen wir das. Was sonst noch? Kein Ahnung, ich habe dafür keine Liste im Kopf, auf die ich Ereignisse setze.
Und was war das schönste Erlebnis?
Ach keine Ahnung, so langsam fängt das Interview an zu nerven. Jedes schöne Erlebnis hat auch gleichzeitg was Trauriges, weil es viel zu schnell vorbei ist. Ich trauere sowieso immer der Vergangenheit nach, egal wie viel schlimmer sie war als der heutige Tag, das ist ungesund, ich weiß. Aber so bin ich. Hat irgendwie was Tragisches. Ob es auch andere Menschen gibt, die immer so empfinden?!
Irgendwelche Spleens, die wir nicht kennen?
Hmm… Ich bin voller Spleens (lacht). Na ja – also gut, nur um ein paar zu nennen: Ich nehme immer das zweite Produkt aus dem Regal, wenn ich einkaufen bin. Ausserdem kann ich nicht warten. Wenn ich irgendwo auch nur ein wenig länger warten muss, gehe ich einfach wieder. Und ich mag Regen. Ich reagiere sehr empfindlich auf gutgemachte Musik, egal welche Richtung, wenn sie gutgemacht ist, kann ich sie stundenlang laufenlassen und sie analysieren. Wenn sie emotional ist, fang ich irgendwann an zu heulen, weil sie mich schnell berührt. Außerdem schreibe ich viel zu viel, ich mag es zu Schreiben. Was sonst noch? Ich mag es wenn die Dinge geordnet sind, am Besten alles schön im rechten Winkel zueinander. Auf der Welt gibt es schon zuviel Unordnung. Ich bin Hypochonder und hätte gerne ein Waschbecken an meinem Schlüsselbund hängen, damit ich mir immer wieder die Hände waschen kann. Ausserdem hab ich immer Heimweh – nur weiß ich nicht, wohin. Schwer zu erklären.
Was ist Ihnen wichtiger? Geld oder Liebe? Würden Sie über Leichen gehen?
Scheiße, nein! Ich wähle die Liebe. Die Liebe besiegt alles. Über Leichen gehen? Gute Frage… Keine Ahnung, das musste ich noch nicht. Ach seien wir doch mal ehrlich, es gibt immer einen richtigen Weg. Man darf da nicht in so billigen Mustern denken.
Welche Menschen sind Ihnen sympathisch auf den ersten Blick?
Wieder so eine bescheuerte Frage. Sagen wir es mal so, ich finde Leute, die die Simpsons doof finden, auf jeden Fall schon mal suspekt. Sonst mag ich Alle. Nein warten Sie, schreiben Sie das nicht! (überlegt) Ich mag Niemanden. Obwohl… schreiben Sie das auch nicht. Hin und wieder kommt es vor, dass ich Menschen begegne, die den ziemlich gleichen Musikgeschmack wie ich haben und Platten wie die “A deeper kind of slumber” von Tiamat oder “One Second” von den grossen Paradise Lost, wirklich verstanden haben und leidenschaftlich lieben. Die sind mir dann erstmal sympathisch, schon bevor ich sie richtig kenne. Ach ja, und wer Böhse Onkelz Fan ist, der hat bei mir genauso verkackt wie ein treuer CDU Wähler. Mag vielleicht auch oberflächlich sein, aber da kann ich nicht anders, Sorry.
Haben Sie einen Tipp oder einen guten Ratschlag für Ihre Mitmenschen?
Na ja, wenn ich an die Menschen im Allgemeinen sprechen müsste, würde ich sagen: “Hört auf mit den Kriegen! Hört auf mit der konstanten Zerstörung unseres Planeten und verdammt nochmal, hört endlich auf mit der ganzen anderen krummen Scheiße und kommt ma alle klar, bitte!” Ach an dieser Stelle auch recht herzlichen Dank an alle verkackten Generationen vor uns, die uns die globale Erwärmung beschert haben obwohl sie schon damals gewarnt wurden. Jetzt dürfen wir es wieder ausbaden weil ihr alle zu faul wart, Scheiße echt…
…aber zurück zum Thema: Dem Einzelnen würde nur Folgendes auf den Weg geben: “Sei immer du, egal was die Anderen denken. Zieh dein Ding eiskalt durch, wenn du davon überzeugt bist!” Einen besseren Tipp fürs Leben gibt es einfach nicht.
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Sie oft Kraftausdrücke verwenden?
Scheiße, ja. Ich finde das witzig und mache das mit Absicht, du Arsch. Aber ich kann das kontrollieren wenn ich will. Scheiße (lacht laut auf).
Was haben Sie für die Zukunft geplant?
Viel zu viel! Das werden Sie alles noch sehen. Oder auch nicht. Mir egal. Aber Einige werden sich schon noch wundern, oder wiederum eher nicht.
Vielen Dank für diese Interview Herr Bakhshandeh.
Ich danke! Sie haben doch nichts dagegen, wenn ich den Mitschnitt als Text auf meiner Seite veröffentliche? Denn ich werde es so oder so tun, hehe…
Das ist eine leichte Frage: Wenn nicht ich zu meiner eigenen Person irgendwas betreiben sollte, wer dann? So lange ich nicht so bekannt bin, dass die Presse und eine eigene PR-Agentur das für mich übernehmen, bleibt es wohl an mir hängen. Jeder betreibt doch Eigenwerbung, nur ist das oftmals nicht so direkt. Da ich aber nun mal weiß wer ich bin und wohin ich will, weiß ich auch wie ich mich präsentieren möchte und gehe die Sache mittlerweile direkt an, wenn auch mit einem Augenzwinkern. Wer damit nicht klarkommt, kann getrost zur Hölle fahren. Auf sowas geb ich nichts mehr…
Sie geben sehr oft zu, dass Sie die Meinung ihrer Mitmenschen nicht interessiert, rächt sich das nicht irgendwann?
Das stimmt so nicht. Mich interessiert schon, was andere von mir denken. Ich bin sehr eitel und habe immer Panik, dass ich unvorteilhaft aussehen könnte. Aber ich weiß, worauf Sie hinaus wollen. Das Ding ist, ich habe früher immer sehr genau darauf geachtet was die Gesellschaft von mir möchte und versucht, es jedem Recht zu machen. Doch irgendwann merkt man einfach, dass durch solche Konventionen viel zu viel Energie sinnlos vergeudet wird. Seitdem mache ich, was mir gefällt und lebe somit freier. Das soll nicht heissen, dass ich mich nicht mehr um die Belange meiner Mitmenschen kümmere oder rücksichtslos bin, keineswegs. Ich lasse mich einfach nur nicht mehr in diese Schubladen stecken und verstelle mich nicht, um irgendwo hineinzupassen. Wenn ich als “Metal-Hörer” dann mal ne Zuckerpop-Scheibe höre, dann geht es mir am Arsch vorbei, ob ich damit noch in die Metaller-Schublade passe, verstehen Sie was ich meine? Das klingt jetzt alles sowieso selbstverständlich, doch Sie würden sich wundern, wenn Sie wüssten, wie viel Leute sich diktieren lassen, was sie tun und lassen sollen weil sie hier und nicht da hingehören. Auf sowas scheiße ich mittlerweile. Punktum.
Das kommt oftmals dann falsch rüber, weil ich dann diesbezüglich auch keine Spielchen mag. Ich sage meine Meinung und mag es, wenn man mir auch seine Meinung direkt kund tut und man sich nicht immer durch den Smalltalk und nur vorgegebene Höflichkeitsabhandlungen der Gesellschaft, miteinander verständigt.
Ich möchte für dieses Affentheater keine Energie mehr vergeuden. Ich sage da immer: “Life is too short for bullshit!” Ich respektiere meine Mitmenschen und bin immer offen für Kommunikation. Ich versuche immer mein Bestes zu geben und bin gerne höflich und nett. Ich akzeptiere andere Meinungen und halte mich auch nicht für etwas Besseres. Ich habe Spaß am “Mitmenschsein” und ich glaube dass merkt man mir auch an. Aber wenn mir jemand Bullshit auftischt, dann habe ich ganz schnell keine Lust mehr und verabschiede mich.
Welche Personen tischen ihnen denn Bullshit auf?
Sie zum Beispiel! Nein, mal im Ernst – wenn ich Menschen treffe, die nur von sich selbst erzählen und jeden Satz mit “Ich bin jemand der…” anfangen, dann bin ich ganz schnell wieder weg. Sowas kann ich auf den Tod nicht ausstehen, solche Egozentriker und Angeber. Die sind fast so schlimm wie Nazis. Aber die merken meist dann auch nicht, dass keiner mehr da ist, weil sie zu sehr auf sich selbst fixiert sind. Ausserdem hasse ich Oberflächlichkeit wie die Pest. Smalltalk ist ganz nett, aber manche Menschen können gar nichts anderes. Erschreckend und zu wenig Substanz für mich persönlich.
Man sagt Ihnen nach, Sie seien eine ganz schwierige Person, ist das wahr?
Das mag auf den ersten Blick so rüberkommen, aber eigentlich bin ich sehr umgänglich. Man muss nur ehrlich und sich selbst sein, mir gegenüber und alles ist gut. Ich glaube dieser Ruf verfolgt mich, weil ich einfach mehr will, mehr vom Leben und mehr erreichen. Das ist anstrengend, auch für meine Mitmenschen. Ausserdem bin ich wohl auch ein wenig exzentrisch und manchmal z.B. einfach nicht in der Stimmung für dieses blöde “Küsschen, Küsschen” und Umarmungszeremonien zum Abschied oder zur Begrüssung. Dieses dauernde “Angetatschtwerden” kann ich sowieso nicht ausstehen. Dann denkt sich wieder jeder: “Gott ist der Bakhshandeh aber eingebildet”.
Ausserdem werden Sie oft als “Diva” tituliert, ist da was dran? Hat man sie deshalb auch bei Ihrer letzten Band rausgeworfen?
Bei meiner letzten Band, also “Golem 101″ bin ich erstens selbst gegangen und zweitens auch aus anderen Gründen. Gut, ich gebe zu, ich bin schon eine Diva. Das macht einfach zu viel Spass! Irgendjemand muss diese Rolle ja übernehmen. Ich bin halt eitel und weiß, dass man alles immer noch besser machen und halt auch haben kann. Deshalb bin ich nie zufrieden und will es besser und nochmal und nochmal machen. Damit habe ich meine letzte Band ehrlich gesagt, bis an den Rand des Nervenzusammenbruchs getrieben, aber wissen Sie was? Das Endresultat war durch meine Divenhaftigkeit immer besser als bei den vorherigen Versuchen. Wenn man so eine verbissene Einstellung fährt, dann kann es natürlich auch zu Verstimmungen kommen, die nichts mit der Arbeit, sondern mit was komplett Anderem in diesem Moment, zu tun haben und die dann dazu führen, dass ich deswegen dann total ausflippe und Divenhaft wirke.
Es wird Ihnen ein Hang zur Dramatik vorgeworfen…
Na und? Ich mag großes Kino, tiefgehende Emotionen und manchmal auch das pure Drama. Das gehört zum Leben doch einfach dazu. Wenn ich meine Emotionen auf ein Minimum reduzieren soll um hier reinzupassen, dann will ich auch nicht Leben. Denn das Eine geht einfach nicht ohne das Andere. Zum Leben gehört eben die totale Bandbreite von Emotionen, auch von Drama, Theatralik und Humor, Leid und Verzweiflung und Liebe und… na ja – 100% Gefühl eben. Wer sowas nicht zulässt, ist auch nicht am Leben.
Man hört oft: “Wie hält das Ihre Freundin nur mit Ihnen aus?” Verraten Sie uns das mal bitte!
Ach fragen Sie sie das doch selbst! Sie tut es eben. Und daran kann man vielleicht sehen, dass ich gar nicht so bin, wie alle denken. Ich hab halt dieses Bad-Boy Image, will es aber vielleicht auch gar nicht verlieren, ich weiss nicht. Fakt ist, dass wir an meinem Geburtstag dieses Jahr mittlerweile 5 Jahre zusammen sind. So schlimm kann ich also gar nicht sein, oder? (lacht)
Sie sind Iraner, wollen Sie dahin mal zurückkehren?
Wieso? Sie wollen mich wohl loswerden? Aber um es klar zu sagen: Ich bin auf einer Reise, und die führt mich noch lange nicht wieder zurück an den Ursprung. Wenn ich am Ziel bin, hat sich der Kreis vielleicht schon von selbst geschlossen und ich bin wieder in meiner Heimat gelandet, man kann nie wissen. Aber so lange es dort so seltsam abgeht, habe ich eh keine große Lust zurückzukehren. Ich schaue nur nach Vorne, jetzt zurückzugehen, hieße einen Schritt zurück zu machen. Obwohl ich schon oftmals Heimweh habe. Hier habe ich ja niemanden, ein Großteil meiner Familie lebt ja noch dort.
Sind Sie glücklich?
Wow! Die elementarste aller Fragen?! Sie holen ja weit aus! Ja und Nein. Auf der einen Seite bin ich zu umtriebig und unruhig um mich mit der jeweiligen, aktuellen Situation einfach nur zufrieden zu geben. Auf der anderen Seite bin ich schon zufrieden, zum Beispiel mit meinem Job, weil ich ja mein Bestmöglichstes gebe um von einer Stufe zur Nächsten zu gelangen. Wenn mich nicht jede neue Leistung glücklich(er) machen würde, würde mir ja wohl jeglicher Antrieb zur Leistung fehlen. Da muss man auch einfach mal dankbar sein und sich immer wieder vor Augen führen, was man schon erreicht hat.
Was war das Schlimmste, dass Sie in Ihrem Leben erlebt haben?
So cheesy es jetzt vielleicht klingen mag, aber ich würde sagen, meine komplette Kindheit war eine Katastrophe. Aber lassen wir das. Was sonst noch? Kein Ahnung, ich habe dafür keine Liste im Kopf, auf die ich Ereignisse setze.
Und was war das schönste Erlebnis?
Ach keine Ahnung, so langsam fängt das Interview an zu nerven. Jedes schöne Erlebnis hat auch gleichzeitg was Trauriges, weil es viel zu schnell vorbei ist. Ich trauere sowieso immer der Vergangenheit nach, egal wie viel schlimmer sie war als der heutige Tag, das ist ungesund, ich weiß. Aber so bin ich. Hat irgendwie was Tragisches. Ob es auch andere Menschen gibt, die immer so empfinden?!
Irgendwelche Spleens, die wir nicht kennen?
Hmm… Ich bin voller Spleens (lacht). Na ja – also gut, nur um ein paar zu nennen: Ich nehme immer das zweite Produkt aus dem Regal, wenn ich einkaufen bin. Ausserdem kann ich nicht warten. Wenn ich irgendwo auch nur ein wenig länger warten muss, gehe ich einfach wieder. Und ich mag Regen. Ich reagiere sehr empfindlich auf gutgemachte Musik, egal welche Richtung, wenn sie gutgemacht ist, kann ich sie stundenlang laufenlassen und sie analysieren. Wenn sie emotional ist, fang ich irgendwann an zu heulen, weil sie mich schnell berührt. Außerdem schreibe ich viel zu viel, ich mag es zu Schreiben. Was sonst noch? Ich mag es wenn die Dinge geordnet sind, am Besten alles schön im rechten Winkel zueinander. Auf der Welt gibt es schon zuviel Unordnung. Ich bin Hypochonder und hätte gerne ein Waschbecken an meinem Schlüsselbund hängen, damit ich mir immer wieder die Hände waschen kann. Ausserdem hab ich immer Heimweh – nur weiß ich nicht, wohin. Schwer zu erklären.
Was ist Ihnen wichtiger? Geld oder Liebe? Würden Sie über Leichen gehen?
Scheiße, nein! Ich wähle die Liebe. Die Liebe besiegt alles. Über Leichen gehen? Gute Frage… Keine Ahnung, das musste ich noch nicht. Ach seien wir doch mal ehrlich, es gibt immer einen richtigen Weg. Man darf da nicht in so billigen Mustern denken.
Welche Menschen sind Ihnen sympathisch auf den ersten Blick?
Wieder so eine bescheuerte Frage. Sagen wir es mal so, ich finde Leute, die die Simpsons doof finden, auf jeden Fall schon mal suspekt. Sonst mag ich Alle. Nein warten Sie, schreiben Sie das nicht! (überlegt) Ich mag Niemanden. Obwohl… schreiben Sie das auch nicht. Hin und wieder kommt es vor, dass ich Menschen begegne, die den ziemlich gleichen Musikgeschmack wie ich haben und Platten wie die “A deeper kind of slumber” von Tiamat oder “One Second” von den grossen Paradise Lost, wirklich verstanden haben und leidenschaftlich lieben. Die sind mir dann erstmal sympathisch, schon bevor ich sie richtig kenne. Ach ja, und wer Böhse Onkelz Fan ist, der hat bei mir genauso verkackt wie ein treuer CDU Wähler. Mag vielleicht auch oberflächlich sein, aber da kann ich nicht anders, Sorry.
Haben Sie einen Tipp oder einen guten Ratschlag für Ihre Mitmenschen?
Na ja, wenn ich an die Menschen im Allgemeinen sprechen müsste, würde ich sagen: “Hört auf mit den Kriegen! Hört auf mit der konstanten Zerstörung unseres Planeten und verdammt nochmal, hört endlich auf mit der ganzen anderen krummen Scheiße und kommt ma alle klar, bitte!” Ach an dieser Stelle auch recht herzlichen Dank an alle verkackten Generationen vor uns, die uns die globale Erwärmung beschert haben obwohl sie schon damals gewarnt wurden. Jetzt dürfen wir es wieder ausbaden weil ihr alle zu faul wart, Scheiße echt…
…aber zurück zum Thema: Dem Einzelnen würde nur Folgendes auf den Weg geben: “Sei immer du, egal was die Anderen denken. Zieh dein Ding eiskalt durch, wenn du davon überzeugt bist!” Einen besseren Tipp fürs Leben gibt es einfach nicht.
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Sie oft Kraftausdrücke verwenden?
Scheiße, ja. Ich finde das witzig und mache das mit Absicht, du Arsch. Aber ich kann das kontrollieren wenn ich will. Scheiße (lacht laut auf).
Was haben Sie für die Zukunft geplant?
Viel zu viel! Das werden Sie alles noch sehen. Oder auch nicht. Mir egal. Aber Einige werden sich schon noch wundern, oder wiederum eher nicht.
Vielen Dank für diese Interview Herr Bakhshandeh.
Ich danke! Sie haben doch nichts dagegen, wenn ich den Mitschnitt als Text auf meiner Seite veröffentliche? Denn ich werde es so oder so tun, hehe…
Interview mit “Industrialized Metal” (7/2006, Holland)
Just as in soccer teams, bands have to deal with some transfers too. Although, most of the time one of the bandmembers tells his teammates that he will leave in stead of another band purchasing him. I was rather surprised to hear the news that Golem 101 vocalist Reza has left the band. Reason enough for some exclusive interview!
Hi Reza! I must say I was really surprised to read the latest news on the Golem 101 webpage! Tell us what happened.
Well, the very few of you who may have visited our official Golem 101 website, were perhaps a little surprised too when you saw the latest Golem 101 news on the portal site of our board. The message was or is (as you can read it for yourselves on www.golem101.de): “REZA 287 is quitting – leaving the band for good”. A short and indeed surprisingly odd message coming out of nowhere. Sad, true and a final decision, i have to admit. This may sound as a surprise for you guys, but for me it is nothing more than just a logic consequence and the only way out of a intern struggle.
Could you please explain to us why you decided to leave Golem 101?
People who know the band or who know me, can tell, that I didn’t just quit out of the blue but that my quitting process took like a year or even two. In the end I just couldn’t bring the two worlds together, it was impossible in the end altough I always tried. You know, James (the keyboard plaer and sound creator of Golem 101) and I were always a wonderful team and the work we created together was always something special… I still think that he is an outstanding and gifted musician and producer, but I think I grew too fast for Golem 101. Imagine it like this: a band comes togehter, than they do some songs and after a while the go into a studio and record their material. then they get an record deal and you know – the usual – party, live gigs and lots of rock and roll… and then after a while they record new songs and try to develope themselves and push the envelope and all that stuff. expanding limits, or in word simple fuckin word: ‘grow’. But I think I grew too fast compared with the rest of the band… Let me give you one clear example: I came to James and I had a wild song idea which I already recorded, you know… some real cool stuff, that kind of shit that could teleport you right to the top because its fresh, new and crazy. James and Dave (Golem 101 guitar player) liked it but as we recorded the song, James couldn’t help it and tried to degenerate this great song into a lame fucking heavymetal thing, like with a chorus and a verse and a third C part etc… the same old shit everybody does… Just like you give me me a Tool album, I’ll produce it to death and in the end it’s Rammstein again and again… That’s what I mean when I say ‘I think I grew too fast for the band’.
So how do you look back on the times you have spent with Golem 101?
I had a great time of course, but there were so many situations where I wanted to quit the whole thing and never make music again. I remember times, when my best friend and ex guitarplayer Evil Andy (now playing the bass at “black abyss” and “paradox”) and me stood in the fucking freezing cold of winter in our little garage and rehearseling the Golem 101 songs until I couldn’t sing anymore because of the ice cold air and Andy’s fingers were stiff and totally fucked up. And there was a time when him and me drove all the way from Stuttgart to Karlsruhe (you can look up the distance!) twice (!) a week just for rehearsals and when we wanted to drive back after the rehearsals, James got mad at us because he wanted to stay and drink some beers because he (of course) was living in Karlsruhe or in the close area.
So looking back on what you achieved with Golem 101, what will be a specific thing you will never forget and still makes you proud?
The only thing that makes me incredibly proud are the lyrics I wrote for Golem 101, because it is the only thing I did the fully 100 percent by my own and refused to change for the others! For example – about my vocals, I always wanted to sing clean vocals and everytime I started experimenting or doing clean vocals, James turned down the volume and said I have to sing like I did on Titanium or nearly all the early songs we wrote. I still think it a little bit embarrasing, my way to sing… I always wanted to sing more like Burton C Bell from Fear Factory. I know I can do it, I once did some ‘casting’ for a new singer to join a death metal band from near Stuttgart and they liked it very much! But, because of Golem 101, I said I can’t take the offer to join them as their new singer because of my other band Golem 101… stupid fuckin me!
So what will happen with Golem 101 now?
Well, to tell you the truth, I didn’t speak to James in personal since I told him that I quit, but Dave told me that he wants to search for a new vocalist so the band will be able to continue. As far as I’m concerned, I will check my rights about them singing my lyrics or using my songs, since all the lyrics are made by me as I said and the most parts of the newer songs too. I am not sure if I let them sing my lyrics (guess that depends on how they behave hehehe…). But there are some very good new songs waiting to be finished for the second album… these are mostly complete songs done by me with including the lyrics! Those songs are my creative property and I will not let Golem 101 use them! Those are my songs and I am the only one with the rights to finish them or release them or whatever!
So you are saying that you have made some future plans too?
Damn straight! There is going to be a single project which I am going to do on my own, which will sound like a lot of very very heavy and dark industrial elements united with blackmetal and clean vocals like Opeth. The projects name for now is “The Great Eternal Darkfalls”, but this is just a working title. Think of a darker version of Frontline Assembly where I can finally mix in all the crazy elements I like. Next, there will be a real band (I already have several musicians wanting to participate) named “Groundcontrol”, which is going to be a mixture between Tiamat’s “A deeper kind of slumber” and metalcore and progressive elements. Then, me and Don Satotti (founding member of the deathmetal-heads of “Black Harvest”) are going to do our first full lenght album of our grindcore project “Gehirnfotze” of which we already released a sick EP several years ago. And last but not least, I am going to work on a project that I just call “Dark side of the spoon”. I named it after a Ministry album, because I want to capture the essence of Ministry’s slow psychedelic heroine blues drug songs. I just love the aura that you feel when you hear stuff like “Where did the time go?” or “Nursing home” from them. A really very underrated album!
Well, then I am already looking forward to hear some future stuff of you! Thanks again for the interview, and as usual, the final words are yours.
In the end, I just want to let everybody know that the free and energetic feeling I got since the day I quit Golem 101, shows me in a way that my decision was right and a big step to the next level as a musician. For me, I don’t really care what happens to Golem 101. Everyone get’s what they deserve, so if they succeed then good for them and if they don’t, well… bad luck. As long as they don’t try to fuck me up by using and abusing my material, they can do whatever they like. I have no hard feelings for them and appreciate and say thank you to James, for so many years of his friendship and musical co-work. I will be working on my projects for some time but I promise, I’ll be back with music that will be so much larger than Golem 101 and life itself! Be very excited, because for me Golem 101 was only the beginning of a musical journey – the best is still to come!!! Oh and by the way, every musician wanting a co-op on some projects, feel free to write me an email to alfromhell@gmail.com. Thanks for the interview, and we will see eachother back in the future!
Interview by: Gerardo – July 2006 | Quelle: Industrialized Metal
Hi Reza! I must say I was really surprised to read the latest news on the Golem 101 webpage! Tell us what happened.
Well, the very few of you who may have visited our official Golem 101 website, were perhaps a little surprised too when you saw the latest Golem 101 news on the portal site of our board. The message was or is (as you can read it for yourselves on www.golem101.de): “REZA 287 is quitting – leaving the band for good”. A short and indeed surprisingly odd message coming out of nowhere. Sad, true and a final decision, i have to admit. This may sound as a surprise for you guys, but for me it is nothing more than just a logic consequence and the only way out of a intern struggle.
Could you please explain to us why you decided to leave Golem 101?
People who know the band or who know me, can tell, that I didn’t just quit out of the blue but that my quitting process took like a year or even two. In the end I just couldn’t bring the two worlds together, it was impossible in the end altough I always tried. You know, James (the keyboard plaer and sound creator of Golem 101) and I were always a wonderful team and the work we created together was always something special… I still think that he is an outstanding and gifted musician and producer, but I think I grew too fast for Golem 101. Imagine it like this: a band comes togehter, than they do some songs and after a while the go into a studio and record their material. then they get an record deal and you know – the usual – party, live gigs and lots of rock and roll… and then after a while they record new songs and try to develope themselves and push the envelope and all that stuff. expanding limits, or in word simple fuckin word: ‘grow’. But I think I grew too fast compared with the rest of the band… Let me give you one clear example: I came to James and I had a wild song idea which I already recorded, you know… some real cool stuff, that kind of shit that could teleport you right to the top because its fresh, new and crazy. James and Dave (Golem 101 guitar player) liked it but as we recorded the song, James couldn’t help it and tried to degenerate this great song into a lame fucking heavymetal thing, like with a chorus and a verse and a third C part etc… the same old shit everybody does… Just like you give me me a Tool album, I’ll produce it to death and in the end it’s Rammstein again and again… That’s what I mean when I say ‘I think I grew too fast for the band’.
So how do you look back on the times you have spent with Golem 101?
I had a great time of course, but there were so many situations where I wanted to quit the whole thing and never make music again. I remember times, when my best friend and ex guitarplayer Evil Andy (now playing the bass at “black abyss” and “paradox”) and me stood in the fucking freezing cold of winter in our little garage and rehearseling the Golem 101 songs until I couldn’t sing anymore because of the ice cold air and Andy’s fingers were stiff and totally fucked up. And there was a time when him and me drove all the way from Stuttgart to Karlsruhe (you can look up the distance!) twice (!) a week just for rehearsals and when we wanted to drive back after the rehearsals, James got mad at us because he wanted to stay and drink some beers because he (of course) was living in Karlsruhe or in the close area.
So looking back on what you achieved with Golem 101, what will be a specific thing you will never forget and still makes you proud?
The only thing that makes me incredibly proud are the lyrics I wrote for Golem 101, because it is the only thing I did the fully 100 percent by my own and refused to change for the others! For example – about my vocals, I always wanted to sing clean vocals and everytime I started experimenting or doing clean vocals, James turned down the volume and said I have to sing like I did on Titanium or nearly all the early songs we wrote. I still think it a little bit embarrasing, my way to sing… I always wanted to sing more like Burton C Bell from Fear Factory. I know I can do it, I once did some ‘casting’ for a new singer to join a death metal band from near Stuttgart and they liked it very much! But, because of Golem 101, I said I can’t take the offer to join them as their new singer because of my other band Golem 101… stupid fuckin me!
So what will happen with Golem 101 now?
Well, to tell you the truth, I didn’t speak to James in personal since I told him that I quit, but Dave told me that he wants to search for a new vocalist so the band will be able to continue. As far as I’m concerned, I will check my rights about them singing my lyrics or using my songs, since all the lyrics are made by me as I said and the most parts of the newer songs too. I am not sure if I let them sing my lyrics (guess that depends on how they behave hehehe…). But there are some very good new songs waiting to be finished for the second album… these are mostly complete songs done by me with including the lyrics! Those songs are my creative property and I will not let Golem 101 use them! Those are my songs and I am the only one with the rights to finish them or release them or whatever!
So you are saying that you have made some future plans too?
Damn straight! There is going to be a single project which I am going to do on my own, which will sound like a lot of very very heavy and dark industrial elements united with blackmetal and clean vocals like Opeth. The projects name for now is “The Great Eternal Darkfalls”, but this is just a working title. Think of a darker version of Frontline Assembly where I can finally mix in all the crazy elements I like. Next, there will be a real band (I already have several musicians wanting to participate) named “Groundcontrol”, which is going to be a mixture between Tiamat’s “A deeper kind of slumber” and metalcore and progressive elements. Then, me and Don Satotti (founding member of the deathmetal-heads of “Black Harvest”) are going to do our first full lenght album of our grindcore project “Gehirnfotze” of which we already released a sick EP several years ago. And last but not least, I am going to work on a project that I just call “Dark side of the spoon”. I named it after a Ministry album, because I want to capture the essence of Ministry’s slow psychedelic heroine blues drug songs. I just love the aura that you feel when you hear stuff like “Where did the time go?” or “Nursing home” from them. A really very underrated album!
Well, then I am already looking forward to hear some future stuff of you! Thanks again for the interview, and as usual, the final words are yours.
In the end, I just want to let everybody know that the free and energetic feeling I got since the day I quit Golem 101, shows me in a way that my decision was right and a big step to the next level as a musician. For me, I don’t really care what happens to Golem 101. Everyone get’s what they deserve, so if they succeed then good for them and if they don’t, well… bad luck. As long as they don’t try to fuck me up by using and abusing my material, they can do whatever they like. I have no hard feelings for them and appreciate and say thank you to James, for so many years of his friendship and musical co-work. I will be working on my projects for some time but I promise, I’ll be back with music that will be so much larger than Golem 101 and life itself! Be very excited, because for me Golem 101 was only the beginning of a musical journey – the best is still to come!!! Oh and by the way, every musician wanting a co-op on some projects, feel free to write me an email to alfromhell@gmail.com. Thanks for the interview, and we will see eachother back in the future!
Interview by: Gerardo – July 2006 | Quelle: Industrialized Metal
Beitrag zu “Living with Jesus” by Tommi Brem
Mein kleiner Beitrag zu einem großen Projekt eines hochkreativen Köpfchens.
Quelle: www.living-with-jesus.com Künstler: Tommi Brem